Der Klang der Heimtextilien

Lärm ist in der heutigen schnelllebigen Zeit einer der größten Stressfaktoren. Unser Alltag ist bestimmt von Straßenlärm, Großraumbüros und klingelnden Mobiltelefonen. Und es gibt kaum eine Möglichkeit, sich diesem zu entziehen.

Wenn dann auch noch in den eigenen vier Wänden das Abschalten schwerfällt, weil die Akustik nicht stimmt, kann das schnell zu einem gesundheitlichen Problem werden. Hier schaffen Textilien Abhilfe. Gardinen, Vorhänge und Co. geben als funktionale Geräuschabsorber in puncto Akustik maßgeblich den Ton an. Abschalten und Krafttanken war noch nie so leicht und schön zugleich.

Die Besichtigung einer leeren Wohnung, bei der man sich in hallenden Räumen kaum zu flüstern traut, stellt eins lautstark klar:

Einrichtungsgegenstände wie Vorhänge, gemütliche Kissen auf dem weich gepolsterten Sofa oder Teppiche nehmen entscheidenden Einfluss auf die Akustik eines Raumes. Heimtextilien schlucken den Schall hochhackiger Pumps auf glattem Parkett, mildern das Kreischen tobender Kinder ab und dämpfen laute Musik aus aufgedrehten Stereoanlagen. Ihr großes Plus: Im Gegensatz zur Schalldämmung, die meist bauliche Veränderungen verlangt, sind Textilien flexibel und unkompliziert einsetzbar und lassen sich nach Lust und Laune austauschen.

Wie lange ein Geräusch klingt, entscheidet der Hall

Wie wir einen Raum akustisch wahrnehmen, hängt vor allem von der Nachhallzeit – also der Zeit, die ein Geräusch benötigt, um nicht mehr gehört zu werden – ab. Diese Zeit wird sowohl vom Volumen des Raumes als auch seinen Oberflächen und Einrichtungsgegenständen beeinflusst. Generell lässt sich sagen: Je größer und höher ein Raum ist und je mehr schallreflektierende, moderne Baustoffe wie Glas und Beton verwendet wurden, desto mehr unangenehmer Hall entwickelt sich. Eine optimale Nachhallzeit lässt sich nicht pauschal benennen, da eine Opernbühne eine andere Raumakustik erfordert als ein Konferenzraum oder das heimische Wohnzimmer. Wenn lange Nachhallzeiten allerdings dafür sorgen, dass selbst kleinste Geräusche als unangenehm empfunden werden oder die Sprachverständlichkeit unter langem Nachhall leidet, ist eine Schallabsorption unerlässlich.

Heimtextilien verbessern die Raumakustik

Textile Stoffe in Form von Gardinen, Vorhängen, Möbelbezügen und Kissen steuern die akustische Wirkung eines Raumes, indem sie je nach Beschaffenheit des Gewebes den Schall schlucken. In sämtlichen Stilrichtungen und Farben bereichern die Heimtextilien so nicht nur optisch das Wohngefühl. Sie schaffen eine gemütliche Atmosphäre und gleichzeitig optimale Hörbedingungen. Hier wird zwischen schwachen und starken Schallabsorbern unterschieden. Ein sehr leichter, transparenter Stoff zählt eher zu den schwächeren, ein schwerer Samtvorhang schluckt umso mehr Töne.

Doch wer nun glaubt, der schwere Samtvorhang vor dem Fenster sei die einzige Möglichkeit, Geräusche effektiv zu dämpfen, dem sei Folgendes verraten: Das Geheimnis besteht schlicht darin, geräuschreflektierende und -absorbierende Flächen in einem ausgewogenen Verhältnis optimal im Raum zu positionieren. Gerade spezielle Akustikstoffe überzeugen selbst in transparenten und lichtdurchlässigen Qualitäten noch mit hervorragenden Schallabsorptionswerten. Ob Vorhang oder Wandbespannung, Sofa oder Sitzkissen, ist letzten Endes eine Geschmacksfrage. Tatsache ist, dass Textilien neben ihrer dekorativen Wirkung dazu beitragen, dass Gespräche in angenehmer Atmosphäre genossen werden können, Musik zum Klangerlebnis wird und das Ticken der Uhr uns nicht in den Wahnsinn treibt.

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