Die Herstellung von Textilien

Bis uns der raschelnde Taft vor dem Fenster oder der weiche Webteppich unter den nackten Füßen inspirieren kann, braucht es Ideen, Know-how und den Anspruch an Qualität. Werfen wir einen Blick auf die Textilproduktion.

Textilien verschönern, erleichtern und gestalten unser Leben Tag für Tag. Sie bieten uns ein sinnliches und inspirierendes Erlebnis, laden zum Träumen ein und faszinieren mit ganz eigenen Geschichten. Wie aber entstehen die farbenprächtigen, schillernden, weichen, wärmenden oder auch zarten Stoffe? Welche Schritte gehören zur Herstellung von Textilien? Wie wird die Wolle zum Tweed und wie entsteht daraus ein Kissenbezug?

Am Anfang steht die Idee

Kunst, Literatur, ein Waldspaziergang oder ein leises Jazz-Stück können Ideen für neue Kollektionsthemen und Textiltrends liefern. Auch Überlegungen, wie sich Räume inszenieren lassen, welche Materialien welche Wirkung erzielen und wie verschiedene Dessins die Atmosphäre beeinflussen, fließen in die Ideenfindung der Textildesigner ein. Erst wenn diese Phase abgeschlossen ist und aus den Ideen Designentwürfe entstanden sind, kann die konkrete Produktion beginnen.

Ein Garn von Creation Baumann in Nahaufnahme
Stoffproduktion von Creation Baumann
Schneidermaterial von Creation Baumann auf einem Tisch
Verschiedene Stoffmuster von Creation Baumann in Metallfarben

Von der Faser bis zum Stoff

Textile Fasern, natürlichen oder chemischen Ursprungs, bilden die Rohstoffe der Textilindustrie. Sie können zu Garnen und Zwirnen unterschiedlichen Aussehens versponnen werden. Bereits in dieser Form bringen die Textilien bestimmte Eigenschaften mit sich, die auch das Endprodukt prägen. Wolle weist als tierische Naturfaser zum Beispiel eine geringere Knitterneigung auf als die pflanzliche Baumwolle, zeigt sich aber gleichzeitig weniger scheuerfest. Chemiefasern hingegen überzeugen mit ihrer elastischen und besonders reißfesten Beschaffenheit, neigen aber dazu, sich elektrostatisch aufzuladen. Weitere Produktionsschritte auf dem Weg der Textilherstellung können diese Merkmale ausgleichen oder verstärken.

Je nachdem, welchen Verwendungszweck ein Stoff erfüllen soll, werden Garne und Zwirne zu Web- und Maschenwaren oder Textilverbundstoffen verarbeitet. Webwaren beziehungsweise Gewebe entstehen durch die Verbindung (Verkreuzung) von mindestens zwei Fadensystemen, Wirkwaren durch das Bilden von Maschenreihen. Beim Wirken werden alle Maschen einer Reihe gleichzeitig gebildet und verbunden. Presst man einzelne Fasern zusammen, verklebt, verfilzt oder vernäht sie, werden daraus Textilverbundstoffe. Auch hier entscheidet die Form der Verarbeitung über die Beschaffenheit eines Stoffs. Unterschiedliche Webtechniken und Strickmuster lassen verschieden strukturierte Stoffe entstehen, die mit einem ganz eigenen Charakter begeistern.

Jeder Stoff hat seinen
eigenen Charakter.

Romo Delano Stoffmuster

Von feiner Spitze mit Lochmuster bis hin zu geripptem Cord gibt es unzählige Varianten. Die so entstandenen textilen Flächen können gefärbt, bedruckt oder durch eine spezielle Ausrüstung veredelt werden. Gerade im Bereich der Heimtextilien erweisen sich funktionale Ergänzungen der Stoffe durch Imprägnierungen, eine Fleckenschutz- oder Pflegeleichtausrüstung als besonders sinnvoll. Schwer entflammbare Gardinen sind ebenso nützlich wie scheuerbeständige und verschleißfeste Polster- oder lichtechte Dekorationsstoffe. Die Textilherstellung erfordert Weitblick: Die spätere Verwendungsmöglichkeit des Stoffes muss stets präsent sein.

Der finale Schritt der Textilfertigung

Am Ende der Textilherstellung steht das fertige Produkt. In welcher Form begeistern uns die verschiedenen Stoffe? Zeigen sich die Textilien als eleganter Vorhang vor dem Wohnzimmerfenster, farbenfroher Kissenbezug auf dem Sofa oder funktionaler Polsterstoff des Ohrensessels? Empfangen sie uns als verführerisch weiche Kaschmirdecke nach einem langen Tag oder begrüßen sie uns als schillernde Gardine an einem sonnigen Morgen? Die Entscheidung, wo ein Stoff zum Einsatz kommt, hängt nicht nur von praktischen Gesichtspunkten ab, sondern auch davon, welche Gefühle er in uns weckt und auf welche Art und Weise er uns umgarnt. Wir nehmen Textilien mit allen Sinnen in uns auf und umgeben uns gerne mit ihnen. Der lange Weg der Textilfertigung könnte keinen schöneren Abschluss finden, als im eigenen Zuhause.

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