Ökosiegel & Nachhaltigkeit

Auch im Bereich der Heimtextilien geht der Trend in Richtung Nachhaltigkeit. Ökosiegel mit verschiedenen Standards beweisen: Alle Zeichen stehen auf Grün.

Gemütliche Polster, weiche Kissen und farbenfrohe Vorhänge verschönern die Wohnung nicht nur optisch. Da sie zum Teil in direktem Kontakt mit der Haut stehen und auch die Qualität der Innenraumluft beeinflussen können, obliegt ihnen weit mehr Verantwortung in puncto Wohlbefinden, als es auf den ersten Blick scheint. Nur wenn Heimtextilien trendsicheres Design mit einer nachhaltigen, für Umwelt und Gesundheit unbedenklichen Produktionsweise kombinieren, ist das Gefühl, zu Hause zu sein, wirklich perfekt.

Schadstoffe – nein danke!

Sämtliche Schritte der textilen Fertigung – vom Anbau der Rohstoffe über die Färbung, Ausrüstung und Konfektionierung der Stoffe – nehmen Einfluss auf die Nachhaltigkeit und die Gesundheitsverträglichkeit der Heimtextilien. Um den Spagat zwischen Wohlfühlaccessoire auf der einen und Funktionstextilie auf der anderen Seite meistern zu können, lässt sich der Einsatz von Chemie, wie zum Beispiel beim Einfärben des Garns oder Bedrucken des fertigen Stoffs, jedoch nicht immer vermeiden. Zwar gibt es bereits Richtlinien und Kontrollen, die die Umweltverträglichkeit und den Verbraucherschutz bei Wohntextilien sicherstellen, wer aber lieber auf Nummer sicher gehen möchte, dem bieten Ökosiegel eine zusätzliche Hilfestellung.

Ökosiegel geben Sicherheit

Wer Informationen über Produktionsverfahren, Herkunft der Materialien, umwelt- und ressourcenschonende Maßnahmen sowie die Einhaltung sozial verträglicher Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Heimtextilien erhalten möchte, ist mit Ökosiegeln bestens beraten. Auch wenn die Zahl der verschiedenen Qualitäts- und Gütesiegel auf den ersten Blick erschlagend und verwirrend wirken kann, lassen sich die wichtigsten Punkte nach kurzer Recherche meist eindeutig klären. Handelt es sich um ein firmeninternes Siegel oder werden unabhängige Maßstäbe zugrunde gelegt? Welches Label setzt welche Standards um? Wer produziert ökologisch? Wer sozialgerechtsozial gerecht?

Von der Transparenz, die die verschiedenen Gütesiegel schaffen, profitieren nicht nur die Menschen, die zu Allergien oder Hautunverträglichkeiten neigen. Zu viele Weichmacher, Mottenschutzmittel und synthetische Farbstoffe können auch bei gesunden Menschen und vor allem bei Kindern zu Ausschlag und Ekzemen führen.

Zertifizierte Textilien bieten den Verbrauchern insofern Schutz, als dass sie, je nachdem, um welche Standards es sich handelt, auf ihren Schadstoffgehalt überprüft wurden. Mit der Garantie, dass die Produktionsbetriebe umweltfreundliche Produktionsprozesse, Arbeitssicherheit und faire Arbeitsbedingungen auch dauerhaft umsetzen müssen, um ausgezeichnet zu werden, gehen Textilsiegel wie zum Beispiel OEKO-TEX® sogar noch einen Schritt weiter. Nachhaltigkeit und Transparenz, wie sie das „Made in Green by OEKO-TEX®“-Label zusichert, legen dem Konsumenten die komplette Produktionskette offen: Durch die Eingabe der Produkt-ID auf der Website www.madeingreen.com können Verbraucher erfahren, in welchen Ländern der von ihnen gewählte Artikel hergestellt wurde und welche Betriebe beziehungsweise Produktionsstufen daran beteiligt waren. Die Entscheidung für nachhaltig produzierte Produkte wird so erheblich erleichtert und der Komfort, den diese Heimtextilien bieten, kann verantwortungsbewusst und sorgenfrei in vollen Zügen genossen werden.

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