Hochwertiger Stoff für mehr Lebensqualität

Sonnenschutz, Sitzgelegenheit, Lounge-Ecke oder Erholungsoase – guter Stoff macht im alltäglichen Leben den Unterschied.

Er erweitert das Bewusstsein oder lässt uns die Welt um uns herum vergessen. Die einzige Voraussetzung für den vollen Genuss: Die Qualität muss stimmen. Damit das Lieblingssofa den täglichen Beanspruchungen standhält, die Gardinenfarben den Sonnenstrahlen trotzen und die Kissen ursprüngliche Form und Farbe behalten, müssen Heimtextilien besonders hart im Nehmen sein. 

Kein böses Erwachen – Lichtechtheit lässt Stoffe nicht blass aussehen

Ein wichtiges Kriterium für guten Stoff ist die Lichtechtheit. Damit ein Stoff bei Sonneneinstrahlung nicht schnell blass aussieht, sollte man als Verbraucher verschiedene Aspekte beachten. So verlieren Naturfärbungen und -fasern zum Beispiel schneller ihre ursprüngliche Farbe als Stoffe aus synthetischen Fasern. Dies ist noch nicht unbedingt ein Qualitätskriterium, sollte bei der Auswahl der Stoffe und deren Einsatzort und Verwendungszweck jedoch beachtet werden. Eine Gardine, die in einem Zimmer mit direkter Sonneneinstrahlung die Fenster ziert, sollte dementsprechend eine viel höhere Lichtechtheit aufweisen als ein Kissen, das in einer schattigen Sitznische drapiert wurde. Generell gilt jedoch, dass alle Farben irgendwann mehr oder weniger stark ausbleichen, egal ob sie direkter oder indirekter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Wählt man jedoch Qualitätsstoffe, können wir uns länger an den intensiven Farben erfreuen.

Kein gestrecktes Zeug – Qualitätsstoff verzeiht Ihnen (fast) alles

Neben der Lichtbeständigkeit gibt es noch einige andere Qualitätsmerkmale für guten Stoff. Eines davon ist die Scheuerbeständigkeit. Das Herumlungern auf dem Sofa, die wilde Kissenschlacht oder das Fußballmatch auf dem Wohnzimmerteppich – unser Alltag zehrt an der Substanz eines Materials. Um eine Aussage über die Widerstandsfähigkeit eines Stoffes treffen zu können, wenden Experten das Martindale-Verfahren an. Dabei wird ein Standardgewebe gegen den zu prüfenden Stoff gerieben, so lange, bis mindestens zwei Fäden des Prüfstoffes vollständig zerstört sind. Die Anzahl der Reibebewegungen, die sogenannten Touren, gibt dann Auskunft über die Qualität der Textilien.  

Grundsätzlich gilt: Je höher die Tourenzahl, desto widerstandsfähiger ist ein Stoff. Dies sagt jedoch nicht eindeutig auch gleichzeitig etwas über die Hochwertigkeit aus. Ein reiner Wollstoff ist zum Beispiel hochwertig, allerdings nicht sehr scheuerfest. Zudem ist hierbei zu beachten, dass ein Stoff auf einem weichen Polster scheuerbeständiger ist als auf einer harten Polsterung, da auf Letzterem die Bewegungsfreiheit des Stoffes geringer ist. Im Allgemeinen sind 15.000 bis 20.000 Touren für den normalen Gebrauch ausreichend, jedoch ist die Optik entscheidend. Das Material ist in den seltensten Fällen zerstört, aber manchmal schon nach 6.000 Touren sehr unansehnlich. Was die Scheuerbeständigkeit angeht, sollte man daher in jedem Fall die Meinung des Fachmannes einholen.

Saum und Viebahn Stoffe Kissen

Foto: Saum & Viebahn

Tisca Vorhang weiß

Foto: Tisca

Sahco Futurefolklore Vorhang

Foto: Zimmer & Rohde

Reibung erzeugt Wärme – und Farbflecken

Wenn der rote Kissenbezug auf dem hellen Sofa Spuren hinterlässt, dann verfügt ein Stoff über eine geringe Reibechtheit. Als Reibechtheit wird die Widerstandsfähigkeit der Farbe von Möbelstoffen und Kunstleder gegenüber einem Abreiben oder Anbluten (Abfärben) an andere Textilien bezeichnet.

In der Regel erreichen helle und brillante Farben höhere Reibechtheiten als dunkle Töne. Je höher die Reibechtheit, desto hochwertiger ist die Qualität eines Stoffes – möchte man meinen. Jedoch gibt es ebenso hochwertige Färbungen, die durch das traditionelle Verfahren nicht besonders reibecht sind. Es kommt also auch auf den angedachten Gebrauch des Textils an, zum Beispiel als Sitzpolster. Auch hier sollte im Zweifel ein Raumausstatter hinzugezogen werden.

Wer ist eigentlich Pill und was will er von mir?

Als Pills bezeichnet man die feinen Knötchen, die ein Stoff nach einer Zeit des Gebrauchs an den Tag legt. Wenn das Lieblingskissen sich plötzlich anfühlt wie Blindenschrift, dann spricht man von Pillbildung oder Pilling. Dies ist ein weiterer Faktor, der von der Qualität eines Stoffes zeugt – oder eben nicht. Die kleinen Fusseln bestehen aus Fasern, die sich infolge des Gebrauchs aus dem Möbelstoff herausarbeiten und sich zu kleinen Kügelchen verknoten. Bilden sich diese Pills schon nach kurzer Zeit, hat man wohl weniger strapazierfähigen Stoff erwischt. Chemiefasern sind im Übrigen häufiger Opfer von Fusselbildung als Naturfasern. 

Verschiedene Kissenbezüge von Romo

Foto: Romo

Wenn es mal reißerisch zugeht

Wer mit Tarzan oder wilden Haustieren zusammenlebt, der sollte bei seinen Heimtextilien besser auf eine gute Weiterreißfestigkeit, auch Kerbfestigkeit genannt, achten. Denn diese beschreibt den Widerstand, den uns der Stoff entgegensetzt, wenn er an einer Stelle bereits einen Schnitt oder Riss aufweist. Geht der Riss weiter durch den Stoff, wie das Messer durch die weiche Butter, dann bleibt uns nur zu sagen: Das wäre mit einer hohen Weiterreißfestigkeit nicht passiert.

Diese fünf Qualitätsmerkmale sind gute Anhaltspunkte dafür, ob ein Stoff sein Geld wert ist. Falls diese beim Kauf nicht direkt ersichtlich sind, fragen Sie einfach den Raumausstatter Ihres Vertrauens.

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