Alles Lagom?
Na klar!

Nach Hygge kam Lagom – der schwedische Begriff steht für einen ausgewogenen Lifestyle

Foto: Nya Nordiska

Wenn man auf die Frage „wie geht’s?“ mit „ganz gut“, antwortet, klingt das manchmal so, als sei das nicht besonders toll. Aber wenn man mal darüber nachdenkt, ist „ganz gut“ eigentlich nicht das Schlechteste. Keine Ausschläge ins Extreme, also doch ziemlich zufriedenstellend! Der schwedische Trend Lagom, der vor wenigen Jahren auf die dänische Gemütlichkeits-Offensive Hygge folgte, steht für eine ähnliche Botschaft, nämlich, dass „nicht zur wenig und nicht zur viel“ eben gerade richtig ist. Das Wort lässt sich nicht eins zu eins ins Deutsche übersetzen, und so behilft man sich mit Umschreibungen: Balance, das rechte Maß, genau passend… Beim Essen wäre das „nicht zur süß und nicht zu salzig“, beim Wetter „nicht zu kalt und nicht zu warm“. Auch in der Einrichtung lässt sich dieser Trend ganz wunderbar umsetzen.

Gedeckte Farben, dezente Muster

Polstermöbel, Teppiche und Vorhänge, Tischdecken, Servietten, Bettwäsche, Plaids, Kissen – damit dekorieren wir unser Zuhause. Der Alltag ist für viele hektisch genug, es ist also schön, wenn wir da ein wenig Ruhe hineinbekommen. Aufeinander abgestimmte Töne aus einer Farbwelt, ja, auch mit Muster, aber solche, die sich zurücknehmen, das ist jetzt angesagt. 

Fokus aufs Material

Auch das Haptische spielt bei einer besonnenen und ausgewogenen Gestaltung eine große Rolle. Natürliche Materialien wie Wolle, Leinen und Seide bringen sich allein schon durch ihre Struktur ein, sie müssen gar nicht laut sein. Wir haben sie gerne lange um uns – Zeitlosigkeit ist frei von modischen Allüren und vor allem nachhaltig, ein weiterer wichtiger Lagom-Aspekt. Nicht der Look ist bestimmend, sondern, ob ich mich wohl fühle.

Mit Augenmaß dekorieren

Und wenn man mal Lust auf neue Kissen oder ein schickes Plaid hat, passt das in der Regel hervorragend zum vorhandenen Interieur. Lagom ist eigentlich kein Trend, sondern ein kluger Lifestyle, der gut in die heutige Zeit passt und uns noch lange begleiten wird. Ach ja, wie spricht man das eigentlich aus? Bei den Schweden ist das A eher ein offenes O, und das O klingt hier wie ein U, also ein bisschen wie Logum. Alles klar?

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